
Regenrückhaltebecken
Regenrückhaltebecken im Trennsystem speichern überschüssiges Regenwasser vorübergehend und regulieren den Zufluss ins Gewässer / Regenwasserkanal.
Damit bei starken Niederschlägen im Trennsystem nicht zu große Mengen an Niederschlagswasser gleichzeitig in die Regenwasserkanalisation beziehungsweise in den angeschlossenen Bach gelangen, werden Regenrückhaltebecken angelegt. Diese speichern das anfallende Regenwasser zwischen und geben es gedrosselt an das Gewässer ab.
Durch diese Funktionsweise tragen Regenrückhaltebecken zum Schutz der natürlichen Umgebung bei. Zu hohe und zu häufige Einleitungen können die biologische Qualität der Gewässer beeinträchtigen und das Risiko für Überflutungen, Erosion des Gewässerbetts und der Ufer erhöhen.
Zusätzlich schaffen Regenrückhaltebecken einen Ausgleich für die versiegelten Flächen wie Dächer, Straßen, Gehwege oder Parkplätze, die das Regenwasser nicht mehr aufnehmen können. Regenrückhaltebecken tragen zur Abflussverzögerung und zur Abflussverminderung durch Versickerung bei. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zum Hochwasserschutz und fördern die naturnahe Regenwasserbewirtschaftung.
Regenrückhaltebecken sind vorzugweise in offener Bauweise anzulegen. Offene Regenrückhaltebecken, die ausschließlich der Rückhaltung von Niederschlagswasser dienen und außerhalb von Trinkwasserschutzzonen liegen, sollen zur Maximierung der Versickerung mit einem einfachen, begrünten Beckenboden ausgeführt werden. Ist eine Befestigung des Beckenbodens erforderlich, sind anstelle von Pflasterreihen Rasengittersteine oder vergleichbare Konstruktionen zu verwenden, um die Versickerung des Regenwassers zu fördern.
In Luxemburg sind Regenrückhaltebecken beispielsweise in Neubaugebieten ab einer gewissen Größenordnung verpflichtend, wobei zumindest ein Teil der Rückhaltung in offener Bauweise auszuführen ist, damit die Anschlüsse einfach überprüft werden können und Fehlanschlüsse ausgeschlossen werden können.
Durch eine entsprechende Gestaltung können sich Retentionsbecken gut in das Stadt- und Landschaftsbild einordnen.