Über uns

Ziele von „Wat leeft?“

  • Einblick in den Weg des Abwassers
  • Verstehen, warum sauberes Abwasser wichtig ist
  • Mit einfachen Gesten im Alltag Abwasser und Umwelt schützen
  • Verantwortung übernehmen – für Natur, Ressourcen und Kosten

Was bedeutet „Wat leeft“?

„Wat leeft?“ stammt aus dem Luxemburgischen und ist ein bewusstes Wortspiel. Zum einen kann der Ausdruck im Sinne von „Was geht?“ oder „Was steht an?“ verstanden werden. Zum anderen bezieht er sich auf das, was irgendwo fließt oder läuft. Im Rahmen dieser Kampagne verweist „Wat leeft?“ somit auf die Frage, was in der Kanalisation und in der Kläranlage geschieht.

Warum „Wat leeft“?

Für einen Großteil der Bevölkerung ist die Ableitung und Behandlung von Abwasser ein Thema, das im Alltag kaum wahrgenommen wird. Frei nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“ machen sich viele Menschen nur selten Gedanken darüber, was mit dem Abwasser passiert, nachdem die Toilettenspülung betätigt wurde oder Wasser im Abfluss verschwindet. Dabei verbirgt sich hinter dem Abwassersystem weit mehr: ein komplexes Netz aus Kanälen sowie moderne Verfahrenstechnik, die einen wesentlichen Beitrag zur menschlichen Gesundheit leisten und gleichzeitig einen bedeutenden Anteil am Gewässerschutz haben.

Zudem ist vielen nicht bewusst, dass jede einzelne Person durch einfache Verhaltensweisen selbst aktiv zum Schutz der Gewässer beitragen kann. Durch bewusstes Handeln lassen sich sowohl die Belastung der Umwelt als auch unnötige Kosten vermeiden, indem eine vermeidbare Überlastung der Kläranlagen verhindert wird. Dies trägt langfristig dazu bei, die Abwassergebühren stabil zu halten.

Ziel der Kampagne „Wat leeft?“ ist es daher, aufzuzeigen, was im Kanal und im Abwassersystem passiert

  • was dort also „läuft“
  • und der breiten Öffentlichkeit zugleich praktische Tipps an die Hand zu geben, wie jede und jeder Einzelne einen persönlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Abwasserentsorgung leisten kann.

Was ist „Wat leeft“?

„Wat leeft?“ ist eine dreijährige nationale Kampagne, die von der Association Luxembourgeoise des Services d’Eau (ALUSEAU) ins Leben gerufen wurde. Sie wird finanziell von den Mitgliedern der Vereinigung (Betreiber der Kläranlagen) sowie vom luxemburgischen Umweltministerium unterstützt.

Mithilfe verschiedener Medienformate soll der Bevölkerung im Großherzogtum Luxemburg das Thema der Abwasserentsorgung anschaulich nähergebracht und die Rolle jedes Einzelnen aufgezeigt werden.

Die Website ofwaasser.lu bündelt die Inhalte der Kampagne und stellt darüber hinaus weiterführende Informationen rund um das Thema Abwasser zur Verfügung.

Wer steckt hinter „Wat leeft?“

Die Association Luxembourgeoise des Services d’Eau (ALUSEAU) (www.aluseau.lu) gruppiert Vertreter der luxemburgischen Wasserwirtschaft. Ihr Zweck ist es, im allgemeinen Interesse die gemeinsamen Anliegen der öffentlichen Institutionen und Dienste zu fördern, die im Bereich der Wasserwirtschaft tätig sind.

Die Vereinigung wurde 1974 gegründet. Zu ihren Mitgliedern zählen Städte und Gemeinden Luxemburgs, interkommunale Syndikate für die Trinkwasserversorgung, interkommunale Syndikate für die Abwasserentsorgung sowie das Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST) und die University of Luxembourg (Uni.lu), Research Unit in Engineering Science.

Anlässlich Ihres 50. Geburtstags im Jahre 2024 hat die ALUSEAU über ILRES eine repräsentative Umfrage zum Kenntnisstand der Bevölkerung über das Thema der Abwasserreinigung durchführen lassen. Diese Umfrage dient als Basis für die Inhalte der Sensibilisierungskampagne „Wat leeft?“. Finanziell unterstützt wird die Kampagne von Mitgliedern der Vereinigung (Betreiber der Kläranlagen) sowie vom luxemburgischen Umweltministerium (siehe Rubrik „Partner“).

Wie steht es um den Kenntnisstand zur Abwasserreinigung in Luxemburg?

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass in der Bevölkerung ein grundsätzliches Interesse am Thema Abwasserreinigung vorhanden ist, auch wenn der Wissensstand insgesamt noch ausbaufähig ist. Vielen Bürgerinnen und Bürgern war bislang nicht bewusst, dass es die Möglichkeit gibt, lokale Kläranlagen zu besichtigen und den Reinigungsprozess näher kennenzulernen (siehe Rubrik „Stationen“). Gleichzeitig äußerten viele von ihnen ein klares Interesse an solchen Angeboten.

Beim Entsorgungsverhalten über den Abfluss sind bereits zahlreiche richtige Ansätze erkennbar. Dennoch besteht in bestimmten Bereichen – etwa bei der Entsorgung von feuchtem Toilettenpapier – weiterhin Informations- und Aufklärungsbedarf. Ein Großteil der befragten Personen ist sich zudem bewusst, dass individuelles Verhalten die Zusammensetzung des Abwassers beeinflussen kann.

Erfreulich ist, dass die Mehrheit der Befragten bereit ist, ihre Gewohnheiten in Bezug auf die Entsorgung über den Abfluss anzupassen. Die Umfrageergebnisse verdeutlichen somit, dass trotz der oftmals „unsichtbaren“ Natur des Themas ein breites Interesse und eine hohe Bereitschaft zur Auseinandersetzung in der Bevölkerung vorhanden sind.

Auf Wunsch können die detaillierten Ergebnisse (in französischer Sprache) unter ofwaasser[a]aluseau.lu angefragt werden.

Weitere Maßnahmen in die gleiche Richtung

Dieses Projekt ist Teil einer umfassenderen Initiative zur Sensibilisierung für Umweltfragen in Luxemburg. Es ergänzt andere wichtige Maßnahmen, die zu nachhaltigem Verhalten im Alltag anregen.

Wasserwirtschaftsverwaltung (AGE)

Steuert die Wasserpolitik in Luxemburg: Überwachung, Qualität, nachhaltige Bewirtschaftung der Ressourcen und Schutz des Wasserkreislaufs.

Umweltverwaltung

Entwickelt und koordiniert öffentliche Maßnahmen zum Schutz der natürlichen Ressourcen und zur Verbesserung unserer Lebensqualität.

Superdreckskëscht

Eine nationale Initiative für eine bessere Abfallbewirtschaftung, effiziente Mülltrennung und weniger gefährliche Stoffe in unseren Abwasserkanälen.

Öko-Management- und Audit-System (EMAS)

Ein europäisches Label, das Organisationen auszeichnet, die sich für ein vorbildliches und transparentes Umweltmanagement engagieren.

Antigaspi

Eine nationale Initiative, die gegen Lebensmittelverschwendung kämpft und verantwortungsbewusstere Konsumgewohnheiten fördert.

Inspiring More Sustainability (IMS)

Das Netzwerk von Unternehmen, die sich in Luxemburg durch konkrete und gemeinschaftliche Projekte für einen nachhaltigen Wandel engagieren.

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